Trekkingplätze DAV Hochsauerland - Übernachten in der freien Natur

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Das freie Übernachten in der Natur ist ein ganz besonderes Erlebnis, in unserem Land aber aus nachvollziehbaren Gründen in der Regel nicht gestattet. Als einzige Ausnahme ist die Übernachtung auf offiziellen Trekkingplätzen möglich, die es in anderen Gebieten schon seit einiger Zeit gibt und die sich großer Beliebtheit erfreuen. Um dieses Naturerlebnis auch in unserer Region möglich zu machen, hat sich unsere DAV-Sektion entschlossen zwei Trekkingplätze zu errichten. Der Bau war aber aufgrund der hohen Herstellungskosten nur möglich, weil das Land NRW uns über eine Leaderförderung finanziell unterstützt hat. Die Standorte für die beiden Plätze wurden sorgfältig ausgewählt, in Abstimmung mit Eigentümern, Jagd und Naturschutz. Neben schönen Lagen mit guter Aussicht war es auch wichtig, dass die Plätze über vorhandene interessante Wanderrouten zu erreichen sind. Bei der Standortwahl wurde auch berücksichtigt, dass der Zugangsweg nicht zu lang ist, damit auch Familien mit kleinen Kindern und Personen, die keine großen Strecken mit Gepäck zurücklegen können oder möchten, die Trekkingplätze nutzen können.

Es sollte auch möglich sein, beide Plätze im Rahmen einer Mehrtagestour zu verbinden, auch unter Einbeziehung vorhandener Trekkingplätze, z. B. im benachbarten Hessen.

Trekkingplatz „Buttenberg 583 m NN“

Standort bei Google-Maps.

Auf der Höhenlage zwischen Hoppecke und Bontkirchen, direkt an der Sauerländer Waldroute, befindet sich der Trekkingplatz "Buttenberg". Ein imposanter Weitblick, weit in das Hessische Bergland, eröffnet sich unseren Trekkinggästen. Tief unten im Tal schlängelt sich die Itter auf ihrem Weg in die Diemeltalsperre. In südwestlicher Richtung ist der Hohe Eimberg (805 NN) sowie sein großer Bruder, der höchste Berg in NRW, der Langenberg (843 NN) zu sehen. Der aufsteigende Nebel aus dem Diemeltal verzaubert unsere Übernachtungsgäste mit eindrucksvollen Bildern. Mit ein wenig Glück zeigen sich am frühen Morgen Rotwild sowie Rehwild und weitere Waldbewohner. Der nächste Trekkingplatz wird über Hoppecke, durch das Bremecketal, das Biebertal sowie durch das Laupketal in südwestlicher Richtung erreicht. Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet "mittleres Hoppecketal" zum Trekkingplatz "Feuereiche" dauert etwa drei Stunden.

Besucher, die mit dem PKW anreisen, erreichen den Trekkingplatz Buttenberg nach einer kurzen Wanderung von wenigen hundert Metern. Vom Bahnhof Brilon Wald erreicht man den Trekkingplatz nach einer zweieinhalbstündigen Wanderung.

Trekkingplatz „Feuereiche 595 m NN“

Standort bei Google-Maps.

Der Trekkingplatz Feuereiche, der direkt am bekannten Fernwanderweg Rothaarsteig liegt, bietet einen imposanten Ausblick. Durch den Sturm Kyrill kann man ringsum die imposanten Berge sehen, außerdem die Bruchhauser Steine und das wunderschöne Schmala-Tal mit seinem Silbersee, der der Stadt Brilon als Trinkwasserspeicher dient. In östlicher Richtung ist die Klinik Brilon-Wald mit ihrer imposanten Bauweise, fest in den Berg eingefügt, zu sehen, in südwestlicher Richtung kann der Trekkingplatznutzer das Kulturerbe "Bruchhauser Steine" erahnen. Nach einer ruhigen Nacht, unter dem Sauerländer Sternenhimmel, sollten die Bruchhauser Steine einen Besuch wert sein. Naturliebhaber können vom Platz aus eine Vielzahl an Vögeln beobachten. Auf einem steilen Pfad geht es hinab zur Feuereiche, ein kulturelles Highlight. Der künstlerisch verzierte Stamm stellt die Entwicklungsgeschichte der Menschen im Zusammenspiel mit dem positiven und negativen Nutzen des Holzes und des Feuers dar.

Der Trekkingplatz ist vom Parkplatz an der L 743 in weniger als einer halben Stunde erreichbar, vom Bahnhof Brilon Wald in ca. einer Stunde, ebenso von Bruchhausen.

Nutzung der Plätze

Jeder der beiden Trekkingplätze besteht aus einer Holzplattform mit der Größe 4,0 x 5,0 Meter, einer integrierten Sitzgruppe und einer modernen Bio-Toilette. Das Übernachten ist ausschließlich auf dieser Plattform erlaubt. Das Nächtigen und Lagern neben der Plattform ist nicht gestattet. Auf der Holzplattform sind zwei Stellflächen vorgesehen. Eine Stellfläche pro Zelt beträgt maximal 2,25 Meter x 3,50 Meter. Für Zelte, die größer als die Stellfläche pro Zelt sind, muss die gesamte Holzplattform gebucht werden. Zelte, die größer als die Gesamtmaße der Holzplattform sind, können nicht genutzt werden. Da die Einrichtung und der Betrieb der Trekkingplätze mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sind, sind für die Nutzung Gebühren zu entrichten:

Für die Nutzung einer Stellfläche auf dem Trekkingplatz mit maximal 2 Personen ist eine Gebühr von 20 € pro Nacht zu bezahlen. Wer mehr Platz benötigt oder die Plattform komplett nutzen möchte, zahlt 40 € pro Nacht für bis zu vier Personen. DAV Mitglieder erhalten 20% Rabatt auf die Übernachtungsgebühr.

Für angemeldete Touren unserer DAV-Sektionsjugend mit Jugendleitern wird die Übernachtungsgebühr auf Antrag von der Geschäftsstelle erstattet.

Wir bitten ganz dringend darum, die Plätze pfleglich zu behandeln, damit sie über viele Jahre mit Freude genutzt werden können. Über Farbschmierereien oder Einritzen von Namen, Herzchen oder Buchstaben freut sich kein Besucher.

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